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Claude Code nach 3 Monaten — ein ehrliches Fazit

·2 min

Ich nutze Claude Code jetzt seit etwa drei Monaten täglich — in Kundenprojekten bei adesso, für Nebenprojekte und inzwischen auch für diese Website. Zeit für ein ehrliches Fazit.

Was wirklich funktioniert
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Kontextverständnis über mehrere Dateien hinweg ist beeindruckend. Wenn ich sage “refaktor diese Funktion und pass alle Aufrufer an”, dann macht Claude Code das tatsächlich korrekt. Kein manuelles Suchen, kein vergessenes Update irgendwo in einer Testdatei.

Boilerplate schreiben ist der offensichtliche Anwendungsfall, aber der wird unterschätzt. Nicht weil ich schreibfaul bin — sondern weil ich lieber über Architektur nachdenke als über die zehnte CRUD-Funktion.

Dokumentation erklären ist überraschend gut. “Was macht dieser Regex?” bekommt eine vernünftige Antwort. “Wie integriere ich das in meinen bestehenden Code?” — noch besser.

Wo ich vorsichtig bin
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Tests. Claude Code schreibt gerne Tests, die grün werden, aber nichts sinnvolles testen. Ich reviewe KI-generierte Tests immer manuell — das ist keine Faulheit, das ist ein echtes Problem mit dem aktuellen Stand der Technik.

Sicherheit. Ich lasse mir nie Authentifizierungslogik oder Berechtigungsprüfungen generieren ohne sie Zeile für Zeile zu lesen.

Mein Setup
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Ich nutze Claude Code als CLI im Terminal, kombiniert mit normalen Editor-Sessions in VS Code. Kein Plugin, kein In-Editor-Assistent — das CLI-Modell passt mir besser, weil ich selbst entscheide wann ich KI-Input will.

Das Context-Window-Management via /compact ist bei längeren Sessions essentiell. Ohne das driftet die Qualität nach ~1h merklich ab.

Fazit
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Für mich ist Claude Code ein festes Werkzeug geworden — nicht weil es magisch ist, sondern weil es gut genug ist um echte Zeit zu sparen, ohne zu oft daneben zu liegen. Die Schwelle liegt bei: “Wenn ich das in 10 Minuten selbst schreiben kann, frag ich trotzdem kurz nach.” Meistens kommt was Brauchbares raus.